Tierschutzpartei und Bundestagswahl 2013 : Ergebnisse

Die Tierschutzpartei war bei der Bundestagswahl 2013 die einzige Partei, die laut ihrem Grundsatzprogramm für konsequenten Tierschutz und mithin für eine überzeugende Tierethik eintritt. Dementsprechend werden für viele, denen der Tierschutz am Herzen liegt, die Wahl- ergebnisse der Tierschutzpartei von besonderem Interesse sein. Deshalb habe ich diese Ergebnisse, und zwar zum Vergleich von 1994 an, gegliedert nach Stimmenzahl, Prozentanteil und Bundesländern, im Internet (> hier) veröffentlicht.

Insgesamt hat die Tierschutzpartei bei der Bundestagswahl 2013 einen Stimmenanteil von 0,3% (2009: 0,5%) erreicht. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Tierschutzpartei wegen des Wahlrechts, das die kleinen Parteien erheblich benachteiligt, nur in 5 Bundes- ländern wählbar war. Diese Länder haben laut Angabe des Bundeswahlleiters nur einen Anteil von 41,9% an der Gesamtzahl aller Wahlberechtigten in Deutschland. Somit konnte die Tierschutzpartei von weit mehr als die Hälfte aller Wahlberechtigten nicht gewählt werden.

Der Rückgang des Stimmenanteils der Tierschutzpartei im Gesamtergebnis der Bundestags- wahlen 2013 im Vergleich zu 2009 ist beachtlich. Berücksichtigt man jedoch nur die Bundesländer, in denen die Tierschutzpartei 2009 und 2013 zur Wahl antrat (Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen), so zeigt sich, dass die Tierschutzpartei ihren Stimmenanteil sogar noch etwas erhöhen konnte. Auch hieran wird deutlich, wie wichtig es ist, dass die Tierschutzpartei in allen Bundesländern durch aktive Landesverbände vertreten ist.

Hierbei ist auch die kommunale Ebene von großer Bedeutung: Von den Wahlkreisen, wo die Tierschutzpartei wählbar war, erhielt sie beispielsweise im Wahlkreis 055 (Bremen II – Bremerhaven) 1,2% der Stimmen. Das zeigt, dass es für diese Partei bei Kommunalwahlen, die keine %-Hürde haben, durchaus möglich ist, in die Kommunalparlamente zu kommen. Leider hat die Tierschutzpartei sich bisher kaum an Kommunalwahlen beteiligt, was aber notwendig wäre, um bei den Wählern weit mehr als bisher bekannt zu werden.

Der Deutsche Tierschutzbund vertritt mehr als 800.000 Tierschützer. Darüber hinaus gibt es noch viele Menschen, die zwar keinem Tierschutzverein angehören, denen aber dennoch der Tierschutz ein ernsthaftes Anliegen ist. Wenn ich an diese für den Tierschutz ermutigende Tat- sache denke und mir die Wahlergebnisse ansehe, dann komme ich zu dem Schluss, dass es der Tierschutzpartei leider bisher nicht gelungen ist, ihr großes Wählerpotential auszuschöpfen. Ich hoffe, dass die Chance, den Tierschutz durch die Tierschutzpartei auf politischem Gebiet entscheidend voranzubringen, von möglichst allen, die wirklich Tierfreunde oder sogar aktive Tierschützer sind, endlich genutzt wird.
hb

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