Tierschutzpartei bei NRW – Wahl 2012 : Stimmenzuwachs

Die Tierschutzpartei in NRW konnte bei der Landtagswahl 2012 im Vergleich zu der von 2010 ihre Stimmenzahl – bei etwa gleicher Wahlbeteiligung – von 48.099 (= 0,6%) auf 58.089 (= 0,7%) erhöhen. Der prozentuale Stimmenzuwachs von 0,1% mag manche Anhänger der Tierschutzpartei vielleicht etwas enttäuschen, doch ist hierbei zu berücksichtigen, dass diese Landtagswahl für die Tierschutzpartei unter erschwerten Bedingungen stattfand. Da es eine vorgezogene Landtagswahl war, stand für die etwa 180 Mitglieder des Landesverbandes NRW nur wenig Zeit für die Wahlvorbereitungen zur Verfügung. Das gilt insbesondere für die sehr kurze Zeit zur Sammlung der Unterstützungsunterschriften, die erforderlich sind, um zur Wahl zugelassen zu werden.

Keine Frage: 0,7% der Stimmen reichen bei weitem nicht aus, um angesichts der 5%-Sperrklausel in den NRW-Landtag zu kommen. Doch im Hinblick darauf, dass diese Sperrklausel nicht bei Kommunal- und Europawahlen gilt, müsste es bei größerem und vor allem gezielten Einsatz der Tierschutzpartei möglich sein, zumindest auf dieser politischen Ebene Mandate zu gewinnen. Da die Protestwähler bis auf weiteres weniger die Tierschutzpartei als vielmehr die “Piraten” wählen werden, kommt es meiner Meinung nach entscheidend darauf an, sehr deutlich den Tierschutz in den Vordergrund zu stellen, um so das zweifellos vorhandene große Potential an Tierschützern als Wähler für die Tierschutzpartei zu gewinnen.
hb

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Tierschutzpartei NRW in WDR – Wahlsendung

In NRW gibt es offenbar nur eine Partei, für die der Tierschutz ein ernsthaftes Thema ist: die Tierschutzpartei. Jedenfalls ist das mein Eindruck nach der Sendung, die zur Landtagswahl 2012 in NRW unter dem Titel „Die Chancen der Kleinen“  am 29. April vom WDR ausgestrahlt wurde. Die Tierschutzpartei wies in dieser Sendung mit aufrüttelnden Bildern auf das entsetzliche Tierleid hin, das mit Massentierhaltung, Tierversuche usw. verbunden ist.

Im Rahmen der Sendung kam auch ein Parteienforscher zu Wort. Für ihn war die Tierschutzpartei das typische Beispiel einer „Ein-Thema-Partei“. Doch auch eine solche Partei, selbst wenn sie nicht in den Landtag käme, könne durchaus etwas bewirken, nämlich dass ihr Thema in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird und die großen Parteien hierauf reagieren müssten. Schon dieses Argument zeigt, wie notwendig es ist, dass die Tierschutzpartei aktiv am politischen Leben und vor allem an Wahlen teilnimmt. Tierschutzvereinen ist das nicht möglich. Gerade nach meinen langjährigen Erfahrungen mit Tierschutzvereinen wünsche ich der Tierschutzpartei viel Erfolg bei der Landtagswahl 2012 in NRW.
hb

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