Tierschutzpartei : Europawahl 2014 – Ergebnis

Für die Tierschutzpartei war die Europawahl 2014 sehr erfolgreich, denn diese Partei ist nun mit einem Abgeordneten im Europaparlament vertreten! Dieses für den Tierschutz erfreuliche und ermutigende Ergebnis beruht weniger darauf, dass der Stimmenanteil  der Tierschutzpartei bei den Europawahlen sich von 1,1% in 2009 auf 1,2% in 2014 erhöhte als vielmehr auf dem geänderten Wahlrecht, durch welches die Mindestprozentgrenze fortgefallen war.

Hinzu kommt, was keinesfalls unwichtig ist, dass die Tierschutzpartei mit ihrem Stimmenanteil weit über der Mindestgrenze von 0,5% liegt und daher wie bisher Mittel aus der staatlichen Parteien- finanzierung beanspruchen kann, wodurch auch in finanzieller Hinsicht die Zukunft der Partei gesichert sein dürfte.

Der Stimmenanteil der Tierschutzpartei erhöhte sich bei der Europawahl 2014 gegenüber der von 2009 zwar nur um 0,1%, doch vergleicht man die Wählerzahlen, so zeigt sich ein für diese Partei noch viel günstigeres Bild: Bei der Europawahl 2009 hatte die Tierschutzpartei 134.000, hingegen bei der in 2014 ca. 185.000 Wähler, das ist eine Steigerung von etwa 37%!

Dieses Ergebnis ist besonders positiv zu bewerten, wenn man bedenkt, dass einige Landesverbände der Tierschutzpartei keinen eigenen Vorstand haben, wodurch die Arbeit auf Landesebene verständlicherweise beeinträchtigt wird. Ein Beispiel hierfür ist Berlin. Dort konnte die Partei auch ohne aktivem Landesvorstand ihre Stimmenzahl in der Europawahl 2014 im Vergleich zu der von 2009 um 59,7% erhöhen! Im übrigen sei hierzu auf die Ergebnisse der Tierschutzpartei in den einzelnen Bundesländern verwiesen, die auf der Webseite von tierrechte-tv mit den jeweiligen Vergleichszahlen für 2009 und 2014 tabellarisch zusammengestellt sind. 

Ein wesentlicher Grund dafür, dass die Tierschutzpartei solche positiven Wahlergebnisse erreicht, dürfte – wie auch andere Untersuchungen beweisen – ihr Name sein, der auf ein deutliches Bekenntnis zum Tierschutz hinweist.

Wie sehr der Tierschutz ein zentrales Motiv ist, gerade die Tierschutzpartei zu wählen, zeigen eindrucksvoll auch Vergleiche mit der ödp: Wie schon in früheren Wahlen konnte diese Partei trotz weit größerer Mitgliederzahl nur einen viel geringeren Stimmenanteil als die Tierschutzpartei erreichen. Die ödp tritt zwar auch für den Tierschutz ein, aber nicht so konsequent und deutlich wie die Tierschutzpartei. Dass die ödp mit 0,6%  der Stimmen – ebenso wie die Tierschutzpartei mit 1,2% – nunmehr einen Abgeordneten in das Europaparlament entsenden kann, ist aus Sicht des Tierschutzes durchaus erfreulich, denn sie steht mit ihrem umwelt- und tierfreundlichen Programm der Tierschutzpartei im Vergleich zu den anderen  Parteien ziemlich nahe.

Die Tierschutzpartei sieht sich laut ihrem Grundsatzprogramm als „Teil der Tierrechtsbewegung” und auch in ihrem Programm zur Europawahl 2014 betonte sie ihren Anspruch, Stimme der Tiere zu sein. Es ist daher zu hoffen, dass – obgleich die Tierschutzpartei nur einen Abgeordneten stellt – „die Stimme der Tiere” zukünftig sehr deutlich im Europaparlament zu hören sein wird. Ich bin da jedenfalls durchaus zuversichtlich.

hb

Tierschutzpartei in der Europawahl 2014 > Tabellen

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Tierpsychologie und Tierrechte

Keine Wissenschaft liefert für Tierrechte derart überzeugende Argumente wie die Tierpsychologie. Obwohl noch eine junge Wissenschaft, hat die Tierpsychologie  durch ihre naturwissenschaftlich fundierten Erkenntnisse das durch Kirche und herkömmliche Wissenschaft  vermittelte Bild von den Tieren als seelenlose Wesen  bzw. lebende Automaten grundsätzlich in Frage gestellt.

Tierpsychologie , so erklärt das “Philosophische Wörterbuch” (21. Aufl., Stuttgart 1982, S. 697 f.), sei “die Wissenschaft vom Seelenleben der Tiere; sie ist nur möglich durch eine psychologische, nach Analogien zum menschlichen Seelenleben und dessen Ausdrucksformen forschende Deutung des Verhaltens der Tiere”.

In diesem Zusammenhang wird dort darauf hingewiesen, dass sich schon durch Montaigne, den französischen Materialismus, die deutsche  Aufklärung, durch Brehm, Häckel ein neues, grundlegend anderes Verständnis für Tiere herausbildete. Man fand “keinen oder höchstens einen gradweisen Unterschied zwischen Menschen- und Tierseele, oft sogar zugunsten dieser”.

So setzte sich immer mehr die Erkenntnis durch: “ Das Tier ist kein Automat, es handelt bewußt …  Ähnlichkeit zwischen menschlichem und tierischem Seelenleben besteht in der Sphäre der Triebe und Gefühle. Höhere Tiere scheinen das emotionale Verhalten des Menschen insbesondere, wenn durch die Sprache ausgedrückt und liebvoll auf sie gerichtet, irgendwie zu ` verstehen ` „.

Diese Erkenntnisse aus der Tierpsychologie,  die übrigens bereits Arthur Schopenhauer in seinen Schriften klar und philosophisch sehr tief begründet zum Ausdruck brachte, sind keineswegs nur von theoretischer Bedeutung. Die Forderung nach Tierrechten ist daraus die praktische und notwendige Konsequenz.

Gerechtigkeit war schon für den altgriechischen Philosophen Platon die Summe aller Tugenden. Das Gebot der Gerechtigkeit erfordert: Wesen, die ähnlich sind, sollten auch ähnliche Rechte haben. Die Wirklichkeit ist aber völlig anders: Obwohl die Ähnlichkeit zwischen Mensch und Tier inzwischen weitgehend anerkannt wird, haben die Menschen gegenüber dem Tier grundsätzlich alle Rechte, wogegen den Tieren sogar das elementarste Recht, nämlich das auf Leben und Gesundheit, verweigert wird. Daran hat sich bisher trotz aller Erkenntnisse der Tierspsychologie grundsätzlich nichts geändert. Die Tierpsychologie kann beim Kampf um Tierrechte argumentativ helfen, aber ihn selbst nicht ersetzen. So muss dieser Kampf, der ein Kampf für eine gerechtere Welt ist, weitergehen!  
hb

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Ethik und das Recht des Stärkeren

Ist das Recht des Stärkeren mit Ethik vereinbar? Die meisten Menschen werden das wohl verneinen. Dennoch praktizieren sie alltäglich dieses  vermeintliche Recht des Stärkeren, nämlich dann, wenn sie zur Ernährung, Kleidung usw. Tiere benutzen oder verbrauchen. Oft geht es hierbei gar nicht um Lebensnotwendigkeiten, sondern einfach um mehr Lebensgenuss.

Dieses ethisch fragwürdige, ja verwerfliche Verhalten, lässt sich auch durch die Wissenschaft nicht überzeugend rechtfertigen, denn selbst dort zeigt sich immer deutlicher, dass es keine eindeutigen Grenzen zwischen Mensch und Tier gibt. In ihrem Fühlen und Denken kommen die Tiere dem Menschen erstaunlich nahe, mitunter sind sie ihm sogar überlegen. Was unterscheidet dann noch, abgesehen von Äußerlichkeiten, Mensch und  Tier? Diese Frage stellen sich zunehmend mehr Wissenschaftler und kommen dabei immer mehr zur Überzeugung, dass zwischen Mensch und Tier kein absoluter, sondern nur ein gradueller Unterschied besteht.

Anders hingegen die bei uns vorherrschenden Religionen: Nach deren  Dogmen hebt sich der Mensch als beseeltes Wesen grundsätzlich vom Tier ab. Das Tier ist mehr oder weniger nur eine belebte Sache, die von Gott dem Menschen, der „Krone der Schöpfung”, zum Ge- und Verbrauch zur Verfügung gestellt wurde. Damit wird die Ausbeutung der Tiere, einschließlich ihrer Tötung, gewissermaßen als göttlich verliehenes Recht  religiös legitimiert. Im Gegensatz hierzu sehen die aus Indien stammenden Religionen ( Jainismus , Buddhismus , Hinduismus / Upanishaden ) alles Leben grundsätzlich als göttlich oder, soweit sie atheistisch sind, als mit dem Menschen wesensgleich an.

Geistige Überlegenheit ist selbstverständlich kein Rechtfertigungsgrund, um andere Menschen auszubeuten, sie gesundheitlich zu schädigen oder zu  töten. Wenn es jedoch „nur” um Tiere geht, wird das, und zwar ebenso selbstverständlich, weithin akzeptiert. Im Grunde handelt es sich hier um eine durch und durch anthropozentrische, also letztlich egoistische „Moral“, bei der allein der Mensch das Maß aller Dinge ist. Dazu ein Beispiel, das ich für sehr aufschlussreich halte:

Mit gewaltigem finanziellen Aufwand wird in der Weltraumforschung nach außerirdischem, vor allem intelligentem  Leben gesucht. Sollte man dabei tatsächlich auf „Außerirdische” stoßen, die der Menschheit geistig und technisch überlegen sind, dann wird natürlich vorausgesetzt, dass man sich mit ihnen irgendwie arrangieren könne. Aber warum, so ist zu fragen, sollten sich diese überlegenen Wesen darauf einlassen und nicht, wie es die Menschen mit den Tieren tun, rücksichtslos vom Recht des Stärkeren Gebrauch machen?

Wenn mir solche Fragen durch den Kopf gehen und ich daran denke, wie skrupellos und gewalttätig die Menschen mit den ihnen unterworfenen, völlig hilflosen Tieren umgehen, dann fällt es mir schwer, noch an die vielgepriesene „Herrschaft des Rechts” zu glauben – es sei denn, man meint hiermit das Recht des Stärkeren.

Wahre Ethik kann nicht auf dem Recht des Stärkeren gegründet sein. Im Gegenteil, zu ihr gehört vor allem die Achtung vor dem Recht des Schwächeren. Die Schwächsten unserer Gesellschaft sind aber, weil gänzlich ohne Rechte, die Tiere. Ob sich hieran trotz aller Bemühungen engagierter Tierrechtler in absehbarer Zukunft etwas ändern wird, erscheint mir ziemlich ungewiss, denn dazu müsste sich die Einstellung in breiten Schichten der Bevölkerung  grundlegend wandeln. Arthur Schopenhauer , der wohl erste weltbedeutende Philosoph der Neuzeit, der sich für Tierrechte einsetzte, schrieb schon vor mehr als 150 Jahren:

Erst, wenn jene einfache und über alle Zweifel erhabene Wahrheit, dass die Tiere in der Hauptsache und im Wesentlichen ganz das Selbe sind wie wir, ins Volk gedrungen sein wird, werden die Tiere nicht mehr als rechtlose Wesen dastehen und demnach der bösen Laune und Grausamkeit jedes rohen Buben preisgegeben sein.
( Arthur Schopenhauer , P II , S. 403)
B

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Tierrechte für " Supertiere "?

Tierrechte scheinen nun auch beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen ein Thema zu sein. Jedenfalls hatte ich diesen Eindruck, als ich den Hinweis auf eine ZDF-Sendung las, die unter dem Titel „Supertiere. Teil 2: Die Cleveren“ am 7. November 2010 und als Wiederholung am 18. Oktober 2011 ausgestrahlt wurde. Dort („tv-Hören und Sehen“ Nr. 41/2011und ZDF-Text-Tafel) heißt es:

„Können Tiere denken? Lange Zeit hielt man den Menschen für die einzige Spezies, die in der Lage ist, logische Problemlösungen für bestimmte Aufgaben zu finden. Doch mittlerweile belehren uns Affen, Delfine, Krähen, Papageien und Kraken eines Besseren.

Was Verhaltensforscher unseren tierischen Verwandten an Intelligenzleistungen entlocken, verblüfft. Affen benutzen Werkzeuge, kommunizieren mithilfe von Zeichensprache und sind sogar in der Lage, an Dinge zu denken, die in der Zukunft liegen. Und sie erkennen sich selbst im Spiegel. Ein Indiz für das, was wir ´ Selbstbewusstsein `  nennen.“

Nach diesen Feststellungen kommt der Autor der oben genannten Sendung, Dirk Steffens, zu dem durchaus nahe liegenden Schluss: Wenn uns manche Wesen ähnlicher sind, als wir dachten, sollten wir ihnen dann nicht auch menschenähnliche Rechte einräumen? Doch, so möchte ich dazu fragen: Warum Tierrechte nur für „Supertiere“, für „Clevere“? Menschenrechte gelten ja auch nicht nur für clevere „Supermenschen“.  Wie dem auch sei, ich begrüße es sehr, wenn das Thema Tierrechte einer größeren Öffentlichkeit kompetent nahe gebracht wird, denn Tierrechte sind leider immer noch für die meisten Menschen nur ein Fremdwort.

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Tierschutzpartei : Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2011

Da die Tierschutzpartei die einzige Partei ist, die in ihrem Programm für Tierrechte und damit konsequent für Tierethik eintritt,  hat mich bei der gestrigen  Landtagswahl in Sachsen-Anhalt besonders deren Ergebnis interessiert – und dieses Ergebnis finde ich nun sehr erfreulich. Die Tierschutzpartei erhielt insgesamt 1,6 % der Zweitstimmen, in der Landeshauptstadt Magdeburg 1,9% und im Landtagswahlkreis Magdeburg I  sogar 2,5%! Sicherlich liegt das auch daran, dass die Tierschutzpartei dort einen besonders aktiven Landesverband hat. Hinzu kommt, dass – wie ich aus eigener Erfahrung weiß – sich diese Partei bereits durch ihren Namen Tierschutzpartei positiv von den anderen kleinen Parteien abhebt. Mit 1,6% bzw. 2,5%  kommt die Tierschutzpartei zwar nicht in den Landtag, aber bei Kommunalwahlen wäre sie mit diesem Ergebnis in die Stadt- und Gemeindeparlamente eingezogen. Jedenfalls gibt mir dieser Erfolg Anlass zur Hoffnung. Ich gratuliere der Tierschutzpartei !

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Tierversuche und Tierethik

Tierversuche  – Forschung ohne Ethik , so lautete eine der Plakatüberschriften, die ich auf einer Demo der Tierversuchsgegner gelesen habe. Damit wurde eindeutig klargestellt, dass Tierversuche mit Tierethik unvereinbar sind. Andererseits behaupten diejenigen, die Tierversuche durchführen bzw. von ihnen wirtschaftlich profitieren, dass Tierversuche der Gesundheit der Menschen dienen, ja dass diese sogar dazu unbedingt erforderlich sein würden. Derartigen Behauptungen wird jedoch von vielen Tierschützern ganz entschieden widersprochen.

Nur mal angenommen, Tierversuche wären tatsächlich in dem einen oder anderen Fall im Interesse der menschlichen Gesundheit, dann ergäbe sich z. B. für Tierrechtler ein kaum lösbares ethisches Problem, nämlich Menschenrechte gegen Tierrechte. Ich wüsste dann, ehrlich gesagt, keine wirklich befriedigende Lösung.

Dieser ethische Konflikt stellt sich jedoch in vielen Fällen nicht, denn z. B. dort, wo es sich um Rüstung oder Kosmetik handelt, können ernsthaft keine Rechtfertigungsargumente für Tierversuche vorgebracht werden. Wie steht es aber mit Operationen, die vorher an Tieren erprobt wurden? Obwohl engagierter Tierrechtler, bin ich mir nicht ganz sicher, dass ich  im Notfall solche Operation ablehnen würde. Das muss aber gegebenenfalls selbstverständlich jeder für sich selbst entscheiden.

Wie dem auch sei, fest steht, dass viele Tierversuche, wahrscheinlich sogar die meisten, wirtschaftlichen Interessen oder Forscherkarrieren dienen. Derartige  Motive für Tierversuche werden natürlich verschleiert, denn mit Ethik hat das nichts zu tun. Schon deshalb kann ich  Tierschützern nicht widersprechen, die solche Tierexperimente als Verbrechen an Wehrlosen anprangern.

Schon vor mehr als 150 Jahren wies Arthur Schopenhauer auf das “Schreckliche” der Tierversuche hin und beschrieb dabei überaus eindrucksvoll “was für eine grausame und entsetzliche Sache” sie seien. So äußerte er sich voller Empörung: Heut zu Tage hingegen hält jeder Medikaster sich befugt, in seinen Marterkammern die grausamste Tierquälerei zu treiben, um Probleme zu entscheiden, deren Lösung längst in den Büchern steht … In diesem Zusammenhang klagte Schopenhauer einen namentlich genannten Tierexperimentator an, der es für nötig hielt, “arme, hilflose Tiere zu Tode zu martern”.

Haben sich die Verhältnisse, was Tierversuche betrifft, seit Schopenhauers Zeit wirklich entscheidend verändert? Kaum! Schopenhauer ist leider auch in dieser Hinsicht nach wie vor aktuell geblieben, und zwar trotz Tierschutzgesetz und Aufnahme des Tierschutzes als Staatsziel ins Grundgesetz. So hat sich zum Beispiel in der Hauptstadt der Tierversuche, Berlin, während der letzten Jahre die Zahl der Tierversuche weiter erhöht – ein trauriger Rekord, der beweist, dass der Kampf gegen Tierversuche notwendiger denn je ist.

Während ich das hier schreibe, fällt mein Blick auf das Bild oben im Kopfteil dieses Blogs. Wenn ich den Schimpansen dort  intensiver betrachte und daran denke, wie viele seiner Artgenossen Opfer qualvollster Experimente wurden, dann gibt es für mich nur eine Reaktion: NEIN zu Tierversuchen !

> Tierrechte und Tierethik

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Tierethik – was ist das?

Tierethik ist nicht bloß Theorie, sondern vor allem alltägliche Lebenspraxis. Für Tiere, die vom Menschen abhängen, kann das sogar Leben oder Tod bedeuten,  denn die ethische Einstellung eines Menschen kann über das Schicksal eines Tieres entscheiden, also ob es – was leider oft vorkommt – wie eine Sache behandelt oder – was auch nicht selten ist – als Lebensgefährte angesehen wird. 

Doch was heißt eigentlich  Ethik ? Im Fremdwörterbuch des DUDEN (5. Aufl., 1990) steht:

Ethik, Lehre vom sittlichen Wollen und Handeln des Menschen in verschiedenen Lebenssituationen  … (allgemeingültige) Normen und  Maximen der Lebensführung, die sich aus der Verantwortung gegenüber anderen herleiten.

Bei obiger Definition stellen sich sehr problematische Fragen:  Wer bestimmt die “Normen und Maximen der Lebensführung”, und wodurch werden sie “allgemeingültig”? Woher leitet sich die “Verantwortung gegenüber anderen” her, und wer sind hierbei die “anderen”?  Die Philosophen, Religionen und Weltanschauungen geben dazu sehr unterschiedliche Antworten.

Besonders umstritten ist die Frage, ob und inwieweit in die Ethik auch Tiere einbezogen werden. Es geht also darum, ob – was durchaus nicht  selbstverständlich ist – der Mensch auch gegenüber Tieren ethische Verantwortung hat und wenn ja, welche praktischen Konsequenzen sich daraus ergeben. Gerade diese praktischen Fragen können in allen Lebensbereichen ganz erhebliche Bedeutung haben. Viele Tierschützer – wie beispielsweise Veganer – werden das bestätigen.

Ich hoffe, dass die vielseitigen Aspekte und praktischen Auswirkungen der Tierethik in diesem Blog zum Ausdruck kommen werden.  Auch sollte dieser Blog, wie ich meine, mithelfen, Tiere besser zu verstehen,  denn Tierethik setzt ein Verständnis voraus, bei welchem Tiere – wie Arthur Schopenhauer  begründete – keine Sache, sondern weit mehr sind, nämlich Brüder des Menschen!

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