Tierschutzpartei bei NRW – Wahl 2012 : Stimmenzuwachs

Die Tierschutzpartei in NRW konnte bei der Landtagswahl 2012 im Vergleich zu der von 2010 ihre Stimmenzahl – bei etwa gleicher Wahlbeteiligung – von 48.099 (= 0,6%) auf 58.089 (= 0,7%) erhöhen. Der prozentuale Stimmenzuwachs von 0,1% mag manche Anhänger der Tierschutzpartei vielleicht etwas enttäuschen, doch ist hierbei zu berücksichtigen, dass diese Landtagswahl für die Tierschutzpartei unter erschwerten Bedingungen stattfand. Da es eine vorgezogene Landtagswahl war, stand für die etwa 180 Mitglieder des Landesverbandes NRW nur wenig Zeit für die Wahlvorbereitungen zur Verfügung. Das gilt insbesondere für die sehr kurze Zeit zur Sammlung der Unterstützungsunterschriften, die erforderlich sind, um zur Wahl zugelassen zu werden.

Keine Frage: 0,7% der Stimmen reichen bei weitem nicht aus, um angesichts der 5%-Sperrklausel in den NRW-Landtag zu kommen. Doch im Hinblick darauf, dass diese Sperrklausel nicht bei Kommunal- und Europawahlen gilt, müsste es bei größerem und vor allem gezielten Einsatz der Tierschutzpartei möglich sein, zumindest auf dieser politischen Ebene Mandate zu gewinnen. Da die Protestwähler bis auf weiteres weniger die Tierschutzpartei als vielmehr die “Piraten” wählen werden, kommt es meiner Meinung nach entscheidend darauf an, sehr deutlich den Tierschutz in den Vordergrund zu stellen, um so das zweifellos vorhandene große Potential an Tierschützern als Wähler für die Tierschutzpartei zu gewinnen.
hb

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Tierschutzpartei bei Berlin – Wahl 2011 erfolgreich

Die Tierschutzpartei, in der wie bei wie keiner anderen Partei Tierethik ein zentrales Thema ist, konnte bei der Wahl 2011 zum Abgeordnetenhaus von Berlin (Landesparlament) ein sehr gutes Ergebnis errreichen: Sie erhielt 21.612 ( = 1,5 %) der Zweitstimmen, das sind fast das Doppelte an Stimmen gegenüber der  Wahl in 2006! Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf, der im Osten Berlins liegt, bekam die Tierschutzpartei sogar 1,8% der Stimmen.  Bei der gleichzeitg stattfindenden Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg erhielt sie 1,9%.

Diese Ergebnisse sind besonders erfreulich, weil dem Berliner Landesverband der Partei nur wenige Aktive und auch nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung standen, und sie dement- sprechend nur sehr bescheidene Wahlwerbung betreiben konnte.  Hinzu kommt, dass sie – soweit ich feststellen konnte – nicht von den großen Berliner Tierschutzvereinen unterstützt wurde. Diese gaben lediglich den großen etablierten Parteien, die für die Tierausbeutung politisch verantwortlich sind, Gelegenheit, sich zu äußern und damit für sich zu werben.

Wegen des für die kleineren Parteien äußerst ungünstigen Wahlrechts in Berlin (Begründung      > dort) konnte die Tierschutzpartei trotz ihrer erheblichen Stimmengewinne leider noch keinen Parlamentssitz gewinnen. Dennoch: Die Wahlergebnisse 2011 in Berlin finde ich für die Tierschutzpartei sehr ermutigend. Ich gratuliere!

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