Tierrettung und die Sinnfrage

Mancher, der sich für den Tierschutz und vielleicht sogar noch für Tierrettung einsetzt, wird sich wohl schon die Frage gestellt haben:  Was hat das für einen Sinn, ein Tier zu retten, wenn sich täglich Millionen von neuen Tierquälereien überall in der Welt ereignen? Käme das nicht dem Versuch gleich, mit einem Teelöffel das Meer auszuschöpfen?

Für mich selbst ergibt sich diese Frage nicht, weil ich es einfach aus Mitgefühl für notwendig halte, Tieren zu helfen, auch wenn es leider nicht mehr sein kann als der berühmte „Tropfen auf den heißen Stein“. Vor einiger Zeit hatte ich dazu eine kleine Geschichte gelesen. Ich weiß zwar nicht mehr wo, aber ich hatte sie mir abgeschrieben, da sie, wie ich finde, die Sinnfrage sehr treffend beantwortet :

Es war einmal ein alter Mann, der jeden Morgen einen Spaziergang am Meeresstrand machte. Eines Tages sah er einen kleinen Jungen, der vorsichtig etwas aufhob und ins Meer warf. Er rief: „Guten Morgen. was machst Du da?“

Der Junge richtete sich auf und antwortete: „Ich werfe Seesterne ins Meer zurück. Es ist Ebbe, und die Sonne brennt herunter. Wenn ich es nicht tue, dann sterben sie.“

„Aber, junger Mann“, erwiderte der alte Mann, „ist dir eigentlich klar, dass hier Kilometer um Kilometer Strand ist. Und überall liegen Seesterne. Du kannst unmöglich alle retten, das macht doch keinen Sinn.“ …

Der Junge hörte höflich zu, bückte sich, nahm einen anderen Seestern auf und warf ihn lächelnd ins Meer.

„Aber für diesen einen hier macht es Sinn!“
hb

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